Den Darm neu aufbauen.
Schritt für Schritt.
Ein vollständiger 6-Monats-Plan auf Basis deines IgG4-Befunds vom 27. April 2026, deines Leaky-Gut-Befunds und des Therapie-Protokolls von Dr. Christian Pegger. Reinigen, Wiederbesiedeln, Reparieren, Konsolidieren — und in Monat 6 das Firmicutes/Bacteroidetes-Gleichgewicht korrigieren.
Die sechs Phasen.
siedeln
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Diese App ist ein Begleiter, kein Arzt. Alle Empfehlungen folgen dem Plan von Dr. Pegger und der Studienlage zu den eingesetzten Präparaten. Bei Beschwerden, Veränderungen oder Unsicherheiten: zum Arzt. Die Tracker-Daten werden lokal in deinem Browser gespeichert und nicht an einen Server übertragen.
Die drei Säulen.
Auslassdiät
Stufe 5 und 6 strikt streichen. Stufe 4 für zwei Monate pausieren. Stufe 1–3 in Rotation.
- 15 Lebensmittel komplett streichen
- 7 Lebensmittel für 2 Monate pausieren
- 9 Lebensmittel nur rotieren
Therapieprotokoll
Fünf Präparate in choreografierter Abfolge — ergänzt um Monat 6 für das Mikrobiom-Rebalancing.
- Reinigen mit Huminsäuren + Pflanzenextrakten
- Wiederbesiedeln mit Akkermansia muciniphila
- Reparieren mit Curcumin und Mukosa-Bausteinen
- Rebalancieren mit Stoffwechsel-Probiotikum
Reparatur-Ernährung
Was die Therapie kann, kann die Ernährung verstärken. Gezielt Bausteine liefern und entzündliche Trigger weglassen.
- Knochenbrühe für Aminosäuren
- Polyphenole für die Tight Junctions
- Resistente Stärke für Butyrat
- Diversität für das Mikrobiom
Sechs Monate, sechs Phasen
Die Logik des Plans folgt dem klassischen 5R-Protokoll der Funktionalmedizin — Remove, Replace, Reinoculate, Repair, Rebalance — und schließt mit einer eigens ergänzten sechsten Phase: dem Mikrobiom-Rebalancing zur Korrektur des Firmicutes/Bacteroidetes-Verhältnisses.
Ein neuer Schutzfilm auf einer noch belasteten Schleimhaut hält schlecht. Probiotika auf entzündeten Darmzellen können sogar paradox reagieren. Curcumin ohne entlastete Basis wirkt nur halb. Deshalb: erst reinigen, dann besiedeln, dann reparieren, dann rebalancieren. Die Phasen bauen aufeinander auf — jede Phase schafft die Voraussetzungen für die nächste.
Toxine binden, Entzündung dämpfen, Antigenlast runterfahren
Therapie: Huminsäuren binden Schadstoffe und legen sich als Schutzfilm. Myrrhe + Kamille + Kaffeekohle reduzieren Entzündung und Mastzellaktivierung. Der Darm bekommt 30 Tage zum Durchatmen.
Ernährung: Sofortiger Wegfall von allen Stufe-5-und-6-Lebensmitteln und von allen Stufe-4-Lebensmitteln. Knochenbrühe wird tägliche Routine. Wenig Histamin (kein Wein, keine fermentierten Käse — sind eh weg). Viel gedünstetes, leicht verdauliches Gemüse. Reis, Hafer, Buchweizen als Basis. Keine rohen Hülsenfrüchte, alles gut gegart.
Wichtig: Omni-Logic Humin braucht 2 Stunden Abstand zu allen anderen Supplements (Omega-3, Vitamin D, evtl. L-Glutamin) — sonst werden die mitgebunden. Praktisch: Humin morgens vor dem Frühstück und nachmittags zwischen den Mahlzeiten.
Akkermansia ansiedeln, Schleimproduktion ankurbeln
Therapie: Eine Tablette täglich = 30 Mrd. pasteurisierte Akkermansia-Zellen. Diese reaktivieren die Becherzellen, die mehr Mucin produzieren. Riboflavin und Folat unterstützen die Zellteilung der Schleimhaut.
Ernährung: Jetzt wird die Polyphenol- und Ballaststoff-Strategie wichtig. Akkermansia liebt Polyphenole (Beeren, Granatapfel, dunkle Schokolade ab 85%, Grüntee), und die guten Bakterien insgesamt brauchen lösliche Ballaststoffe. Lauch, Zwiebel, Knoblauch (alle bei dir sauber!), gekochte und abgekühlte Kartoffeln/Reis (resistente Stärke!), Spargel, Topinambur. Erste fermentierte Lebensmittel langsam einführen — rohes Sauerkraut, kleine Mengen.
Was reduzierst du: Knochenbrühe runterfahren auf 3–4×/Woche (sie hat ihren Zweck erfüllt). Stufe 5/6 weiterhin strikt, Stufe 4 weiterhin pausiert.
Akkermansia konsolidieren, Curcumin und Mukosa-Bausteine starten
Therapie: Drei Präparate gleichzeitig — der intensivste Monat. Akkermansia weiterhin konsolidiert, Curcumin moduliert Entzündung systemisch, Pro Mucosa liefert die Reparatur-Bausteine direkt am Darm (L-Glutamin, Lecithin, B-Vitamine, Polyphenole, Hericium).
Ernährung: Hier liegt das Reexpositions-Fenster für Stufe 4. Nach 8 Wochen Pause kannst du jetzt vorsichtig wieder einführen — eines pro Woche, kleine Menge, dann beobachten. Reihenfolge nach niedrigstem Wert: Cashew (29) zuerst, dann Sesam (26), dann Soja (38), dann Kichererbse (48), dann Meeresfrüchte und Quinoa. Wenn Symptome auftreten: wieder raus, später nochmal versuchen. Olivenöl mit jeder Mahlzeit (Curcumin braucht Fett für die Aufnahme).
Praktisch: Pro Mucosa einschleichend beginnen — Tag 1 mit 1×4 Kapseln, dann Tag 4 auf 2×4, ab Tag 7 die volle 3×4-Dosis. Curcumin 2×3 Kapseln zu Hauptmahlzeiten mit Fett.
Schleimhaut nachhaltig wiederaufbauen
Therapie: Curcumin und Pro Mucosa weiter — die eigentliche Reparaturphase. Ohne Probiotikum ist das ok, weil Akkermansia sich in Monat 2 und 3 etabliert hat und die Polyphenole aus Curcumin sie weiterhin füttern.
Ernährung: Diversität pushen. Ziel: 30+ verschiedene Pflanzen pro Woche fürs Mikrobiom. Was bedeutet das praktisch: Gemüse rotieren statt täglich dasselbe, verschiedene Beerensorten, viele verschiedene Kräuter, Wurzelgemüse-Mix, Algen (Nori, Wakame). Stufe 1–3 weiterhin in Rotation, nicht täglich.
Symptomtagebuch: Hier wirst du in der Regel die deutlichste Verbesserung spüren. Dokumentiere im Tracker, was sich verändert hat — Energie, Stuhl, Bauchgefühl, Haut, Schlaf, Stimmung.
Stabilisieren, Reexposition abschließen
Therapie: Letzter Monat der Mukosa-Reparatur-Supplementierung. Beide Mittel weiter, der Darm festigt das Erreichte.
Ernährung: Reexpositions-Phase abschließen. Was bisher nicht versucht wurde, jetzt testen. Stufe 5–6: noch mindestens diesen Monat strikt halten. Bei sehr stabilem Befinden Ende Monat 5 kann mit deinem Arzt besprochen werden, ob ein einzelnes Stufe-5/6-Lebensmittel testweise eingeführt wird (typischerweise Hühnerei zuerst, weil es kulinarisch am breitesten genutzt wird) — ABER das ist eine ärztliche Entscheidung.
Vorbereitung Monat 6: Der Darm ist jetzt in einem fundamental anderen Zustand als zu Beginn. Schleimhaut regeneriert, Akkermansia etabliert, Entzündung runter. Zeit für die letzte Korrektur.
Firmicutes/Bacteroidetes-Verhältnis korrigieren
Therapie: Sieben gezielt ausgewählte Bakterienstämme (Lactobacilli, Lactococcus, Enterococcus) verdrängen pathogene Firmicutes, schaffen Platz für mehr Bacteroidetes. Apfelpektin optional als gezieltes Bacteroidetes-Futter — täglich 1 Beutel in 125 ml Wasser, mindestens 1 Minute aktivieren lassen, dann trinken. Morgens vor dem Frühstück oder abends vor dem Schlafen.
Warum jetzt und nicht früher: Akkermansia und Apfelpektin stehen in Nahrungskonkurrenz mit anderen Bacteroidetes. In Monat 2/3, wo du Akkermansia ansiedelst, würde paralleles Pektin die Konkurrenz pushen. Die FOS/GOS-Last in Metabolic würde außerdem in der gereizten Phase Fermentations-Druck aufbauen. Erst nach abgeschlossener Schleimhaut-Reparatur ist die Aufnahme der neuen Stämme optimal.
Ernährung: Bio-Äpfel mit Schale werden zum natürlichen Pektin-Lieferanten (dein Apfel-Wert ist Stufe 1). Diversität weiter halten. Wenn alles gut läuft: vorsichtig auch Stufe 5/6 testen — mit Arzt absprechen. Kontrolltermin nach Monat 6 mit ggf. Re-Test der IgG4-Werte.
Mit Dr. Pegger absprechen: Vitamin D nach Spiegelmessung (Ziel meist 40–60 ng/ml). Magnesiumcitrat 200–400 mg abends, wenn der Stuhl trocken wird. Zink-Carnosin oder Picolinat 15–30 mg, falls nicht im Mukosa-Komplex enthalten. Omega-3 (EPA/DHA) 2 g täglich, falls du wenig fetten Fisch isst.
Die Präparate
Was jedes Mittel macht, wann du es nimmst, worauf zu achten ist. Die Reihenfolge folgt dem chronologischen Therapieverlauf.
Wirkprinzip
Natürliche Huminsäuren binden Schadstoffe, Toxine und unerwünschte Keime im Darm und unterstützen deren Ausscheidung. Sie legen sich als Schutzfilm über die Schleimhaut, beruhigen gereizte Nervenenden und wirken entzündungshemmend.
Im Kontext deines Plans
Erste Reinigungsstufe — entlastet das System, bevor neue Bakterien angesiedelt werden.
Wichtig
2 h Abstand zu anderen Medikamenten und Nährstoffsupplementen — Huminsäuren binden auch deren Wirkstoffe und können die Aufnahme beeinträchtigen. Nicht zusammen mit Omega-3, Vitamin D, Glutamin oder ähnlichem schlucken.
Wirkprinzip
Drei klassische Heilpflanzen — Myrrhe (entzündungshemmend, krampflösend, Pilz-hemmend, adstringierend), Kamille (krampflösend, blähungstreibend, entzündungshemmend) und Kaffeekohle (bindet wie Aktivkohle Schad- und Giftstoffe, entzündungshemmend). Studien an der Charité Berlin und Universität Leipzig zeigen, dass diese Kombination die Darmbarriere unter entzündlichen Bedingungen messbar stabilisiert.
Im Kontext deines Plans
Synergistisch zu Omni-Logic Humin — beide reduzieren die Belastung der Schleimhaut, Myrrhinil-Intest setzt zusätzlich an Krämpfen und Mastzell-Aktivierung an. Der Ansatz greift "tiefer" als reine Bindung.
Verträglichkeit
In einer Multi-Center-Studie als sehr sicher für die Langzeitanwendung bewertet — gut verträglich.
Wirkprinzip
30 Milliarden pasteurisierte Zellen von Akkermansia muciniphila — das einzige bisher bekannte Bakterium mit direktem Effekt auf die Darmschleimhaut und ihre Schleimschicht. Akkermansia "wohnt" im Schleim selbst und füttert die Becherzellen, die wiederum mehr Schleim produzieren — ein selbstverstärkender Kreislauf für die Mucinschicht. Pasteurisiert deshalb, weil das Bakterium anaerob ist und bei Sauerstoffkontakt sofort stirbt; in der pasteurisierten Form (postbiotisch) wirkt es trotzdem nachweislich. EFSA-zugelassen seit 2021. Zusätzlich: Riboflavin (B2), Methylfolat, Kamillenblüten-Extrakt mit Apigenin.
Im Kontext deines Plans
Genau das fehlende Bakterium für deinen Leaky Gut. Studien zeigen, dass Akkermansia-Spiegel bei Menschen mit metabolischen oder entzündlichen Darmproblemen oft drastisch reduziert sind. Die zwei Monate Anwendung sind sinnvoll, weil eine Wiederbesiedelung Zeit braucht.
Wirkprinzip
Curcumin in Cyclodextrin-Formulierung (CAVACURMIN®) mit bis zu 40-fach besserer Bioverfügbarkeit als normales Curcumin. Bewusst ohne den verbreiteten Emulgator Polysorbat 80, der unter Verdacht steht, die Darmschleimhaut anzugreifen. Zusätzlich Turmerosaccharide, Quercetin, Ingwer-Gingerole, Theaflavine aus Schwarztee, gepuffertes Vitamin C.
Im Kontext deines Plans
Setzt genau zu dem Zeitpunkt an, wo die Reinigungsphase abgeschlossen und die Wiederbesiedelung begonnen hat. Curcumin ist einer der bestuntersuchten Tight-Junction-Verstärker und wirkt systemisch entzündungsmodulierend. Die Polyphenole füttern zusätzlich beneficial Bakterien wie Akkermansia — die beiden Mittel verstärken sich gegenseitig.
Wirkprinzip — eine Rezeptur direkt für die Darmschleimhaut
- L-Glutamin und L-Alanyl-L-Glutamin (Sustamine®) — die wichtigste Aminosäure für die Enterozyten, in stabiler Dipeptid-Form
- Lecithin / Phosphatidylcholin aus Sonnenblumenöl — Grundbaustein des Schleimfilms
- Vitamin B2, B3, B7 — alle drei tragen offiziell (EFSA) zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei
- MSM — organischer Schwefel für Bindegewebe
- Quercetin, Resveratrol, Sulforaphan aus Brokkoli-Extrakt — Polyphenole und schwefelhaltige Verbindungen mit Mukosaschutz-Studienlage
- Hericium erinaceus — Vitalpilz mit regenerierender Wirkung auf das Epithel
Im Kontext deines Plans
Während Pro Curcumin Forte systemisch entzündungsmodulierend wirkt, liefert Pro Mucosa direkt am Ort des Geschehens die Bausteine. Magensaftresistente Kapseln sorgen dafür, dass die Wirkstoffe erst im Darm freigesetzt werden.
Wirkprinzip
Sieben hochaktive Bakterienstämme — alle aus dem Stamm Firmicutes (Lactobacillus acidophilus W57 und W22, Lactobacillus casei W56, Enterococcus faecium W54, Lactobacillus rhamnosus W71, Lactococcus lactis W58, Lactobacillus plantarum W62). Klingt paradox bei Firmicutes-Übergewicht, ist aber bewusst: Diese ausgewählten "guten" Firmicutes verdrängen pathogene Firmicutes (vor allem Clostridien-Cluster, die Kalorien aus Ballaststoffen herauspressen) und schaffen Platz für Bacteroidetes. Begleitet von FOS, GOS, Polydextrose als Präbiotika.
Warum am Ende und nicht früher
Drei Konflikte mit der Hauptkur: (1) Akkermansia und Apfelpektin sind keine Freunde — Pektin füttert konkurrierende Bacteroidetes. (2) Die FOS/GOS-Last würde in der Reinigungsphase eine Fermentations-Welle auslösen — bei Leaky Gut führt das oft zu Symptomverschlechterung. (3) Lactose-Spur (11 mg/Beutel) bei Kasein-Sensibilität in der gereizten Phase vermeidbar.
Optionale Ergänzung
Omni-Logic Apfelpektin als Bacteroidetes-Futter — kann die Wirkung verstärken. Mit Dr. Pegger besprechen, ob er das ebenfalls aufnehmen möchte. Alternativ: Bio-Äpfel mit Schale (dein Apfel-Wert ist Stufe 1, also unbedenklich).
Lebensmittel-Browser
Suche nach Lebensmitteln aus deinem Befund — oder frag den Gemini-Server bei allem, was nicht in der lokalen Datenbank steht. Die Antwort berücksichtigt deinen aktuellen Therapie-Monat.
Die Küche
Drei Dinge: was deine neue Kohlenhydrat-Basis wird, wie du Brot und Nudeln ersetzt, und wie Hülsenfrüchte ins Spiel kommen.
Saubere Getreide & Pseudogetreide
| Getreide | IgG4 | Kulinarische Stärke | Wofür einsetzen |
|---|---|---|---|
| Hafer | Frei | Cremig, sättigend, Beta-Glucan | Porridge, Hafermilch, Haferbrot, Granola |
| Reis (weiß / Vollkorn) | Frei | Neutral, vielseitig | Beilage, Risotto, Reisnudeln, Reismehl |
| Hirse | Frei | Nussig, leicht süßlich | Bratlinge, Hirseauflauf, süßer Brei |
| Buchweizen | Frei | Erdig, kräftig | 100%-Soba, Galettes, Brot |
| Mais | Frei | Süßlich, robust | Polenta, Tortillas, Maismehl |
| Amaranth | Frei | Pseudogetreide, eiweißreich | Gepufft, gekocht als Beilage |
| Wildreis | Frei | Nussig, dunkel | Beilage, Salate |
| Tapioka | Frei | Stärke, bindet | Bindemittel beim Backen |
Hafer ist im Test sauber, enthält aber Avenin — bei einem Teil der Glutenempfindlichen kann es ähnliche Reaktionen auslösen. In Monat 1: Hafer in Maßen (3–4× pro Woche), genau beobachten. Wenn der Bauch ruhig bleibt, ist Hafer ab Monat 2 deine beste Option — Beta-Glucan füttert die guten Bakterien und unterstützt die Schleimhaut direkt.
Brot — drei Strategien
Buchweizen-Hafer-Brot
Reis-Hirse-Sauerteigbrot
Hafer-Fladen aus der Pfanne
Nudeln
| Pasta-Typ | Status | Hinweis |
|---|---|---|
| Reisnudeln | Top | Asiatische Küche, Pfanne, kalt im Salat. Reisspaghetti im Bio-Laden |
| Soba (100% Buchweizen) | Top | Achtung: viele Soba enthalten Weizenmehl. "Juwari Soba" sind rein |
| Maisnudeln | Top | Italienische Klassiker — Penne, Spaghetti, Fusilli |
| Hirsepasta | Top | Bauckhof, Alb-Gold. Fester Biss |
| Linsennudeln | Top | Beste Pasta-Wahl — kombiniert Eiweiß mit Stufe-1-Zutat |
| Erbsennudeln | Stufe 2 | In Rotation, nicht täglich |
| Kichererbsennudeln | 2 Mo. Pause | Stufe 4 — in der Eliminationsphase weglassen |
Hülsenfrüchte im Detail
| Hülsenfrucht | Wert | Status | Verwendung |
|---|---|---|---|
| Linse (rot, grün, schwarz) | <0,35 | Top | Deine wichtigste Hülsenfrucht. Currys, Hummus, Suppen, Linsennudeln |
| Erdnuss | <0,35 | Top | Erdnussbutter (100%), Snack, asiatische Saucen |
| Grüne Bohne | <0,35 | Top | Beilage, Eintopf, kalt im Salat |
| Ackerbohne | <0,35 | Top | Edamame-Ersatz |
| Süßlupine | <0,35 | Top | Lupinenmehl, -kaffee, -schrot |
| Grüne Erbse | 0,87 | Stufe 2 | Frisch, TK — alle paar Tage |
| Sojabohne | 38,13 | 2 Mo. Pause | Tofu, Sojasauce, Tempeh — alles weg. Coconut Aminos als Ersatz |
| Kichererbse | 48,41 | 2 Mo. Pause | Linsenhummus als direkter Ersatz |
| Kidneybohne | >100 | Streichen | Auch in Chili-Mischungen oft enthalten |
Hülsenfrüchte enthalten Lektine und Phytinsäure — können bei geschädigter Darmbarriere zusätzlich reizen.
- Einweichen: Trockenhülsenfrüchte 8–12 h einweichen, Wasser abschütten, frisch kochen — reduziert Lektine deutlich
- Lange kochen: Mindestens 30 Min, Linsen 20 Min
- Klein anfangen: In Monat 1 mit ½ Tasse starten
- Rote Linsen sind die freundlichste Option — geschält, kürzer gekocht, weniger Faserlast
Allzweck-Mehlmischung
- 400 g Reismehl — neutrale Basis
- 200 g Buchweizenmehl — Geschmack & Struktur
- 200 g Hirsemehl oder Maismehl — Bindung & Farbe
- 150 g Tapiokastärke — Bindemittel statt Gluten
- 50 g Flohsamenschalenpulver — entscheidend für Elastizität
In Glas in der Speisekammer aufbewahren. Funktioniert für Pancakes, Muffins, Pizzateig, Brot, Kuchen — überall dort, wo ein Rezept "Mehl" sagt. Bei Hefeteigen etwas mehr Flüssigkeit als üblich.
Versteckte Stolperfallen
| Wo es lauert | Auf was achten |
|---|---|
| Sojasauce | Soja UND Weizen — Ersatz: Coconut Aminos |
| Bier | Gerste/Weizen + Malz + Hopfen — alle problematisch |
| Wurst & Aufschnitt | Senf, Lactose, Soja, Glutamat — handwerkliche Metzger sauberer |
| Brühwürfel & Fertigsuppen | Hefe, Glutamat, Soja, Gluten — selbst kochen |
| Marzipan, Nuss-Nougat-Creme | Mandel + Haselnuss zentral |
| Backwaren | Weizen, Ei, Mandel, Haselnuss — oft alle gleichzeitig |
| Pesto Genovese | Pinienkerne und Parmesan — Walnuss-Pesto ohne Käse |
| Hummus aus Supermarkt | Kichererbse + Sesam — Linsenhummus selbst machen |
| Müslis & Granola | Mandeln, Haselnüsse, Malz — selbst mischen |
| Asiatisches Restaurant | Sojasauce überall, Sesam, Erdnuss/Cashew |
| Vegan-Ersatzprodukte | Soja-Basis, Seitan, Mandelmehl |
| Salatdressings | Senf — selbst machen mit Olivenöl, Apfelessig |
| Schokolade | Milchschoko weg. Dunkel ab 85% "ohne Milch" meist ok |
| Eis | Sorbet, Kokoseis, Hafereis (NICK'S, Oatly) |
Ein Tag, durchgeplant
Zwei Beispiel-Tagesabläufe — einer für Monat 1 (Reinigung), einer für Monat 3 (intensivste Phase mit drei Präparaten parallel).
Monat 01 · Reinigungstag
Omni-Logic Humin braucht 2 h Abstand zu allen anderen Supplementen, weil Huminsäuren auch deren Wirkstoffe binden würden. Die Times im Plan oben sind so gewählt, dass Humin um 10:00, 16:00, 22:00 läuft — und Frühstück + Mittag + Abend frei für Vitamin D, Omega-3 etc. bleiben.
Monat 03 · Intensivtag
Der Hintergrund
Wenn Patrick's Frau (oder andere) den Plan verstehen will, ist hier die Erklärung — warum, nicht nur was.
Was ist Leaky Gut?
Die Darmschleimhaut ist eine einzige Zellschicht dick. Diese Zellen sind durch "Tight Junctions" verbunden — molekulare Türsteher, die genau steuern, was vom Darm ins Blut darf. Bei Leaky Gut sind diese Verbindungen geschwächt; größere, nicht vollständig verdaute Proteinfragmente gelangen in die Lamina propria und in den Blutkreislauf — Strukturen, mit denen das Immunsystem normalerweise nie in Kontakt kommt. Es reagiert mit Antikörperbildung — was bei Patrick die hohen IgG4-Werte erklärt.
Die Schleimhaut wird alle 3–5 Tage komplett erneuert — das schnellst-regenerierende Gewebe des Körpers. Wenn man ihr die richtigen Bausteine gibt und gleichzeitig die Reize wegnimmt, ist messbare Verbesserung in 8–12 Wochen realistisch.
Die sechs Säulen der Reparatur-Ernährung
Aminosäure-Bausteine
Pro Mucosa liefert L-Glutamin direkt, die Ernährung verstärkt.
- Knochenbrühe 1–2 Tassen täglich (Monat 1!), 24+ h gekocht
- Kollagen-Pulver 1–2 EL in Smoothies oder Tee
- Schmorgerichte mit Bindegewebe (Ochsenschwanz, Lammhaxe)
Polyphenole
Pro Curcumin Forte ab Monat 3 maximiert die Wirkung.
- Beeren täglich (Heidel-, Brom-, Himbeere)
- Kurkuma + Pfeffer + Fett in Currys, goldene Milch
- Grüner Tee 2–3 Tassen
- Olivenöl bei jeder Mahlzeit
- Dunkle Schokolade ab 85% kleine Mengen
Omega-3
Antiinflammatorisch und Membran-Baustoff.
- Fetter Fisch 2–3× pro Woche — Lachs, Hering, Sardine
- Leinöl, Walnussöl kaltgepresst, täglich 1–2 EL
- Walnüsse kleine Handvoll täglich
Lösliche Ballaststoffe
Werden zu Butyrat — Hauptenergie der Dickdarmzellen.
- Hafer Beta-Glucan ab Monat 2
- Kalter Reis/Kartoffeln = resistente Stärke
- Lauch, Zwiebel, Knoblauch (alle sauber!)
- Topinambur, Spargel, Chicorée-Wurzel
- Flohsamenschalen 1 TL täglich mit viel Wasser
Fermentiertes
Ergänzt AKK1 mit lebenden Kulturen anderer Stämme.
- Sauerkraut roh, ungepasteurisiert (Kühlregal!)
- Kimchi selber Mechanismus
- Wasserkefir milchfrei, selbst ansetzbar
- Ab Monat 2 langsam einführen, kleine Mengen
Mikronährstoffe
Pro Mucosa enthält B2/B3/B7 — andere ergänzen.
- Zink 15–30 mg — direkter Tight-Junction-Effekt
- Vitamin D nach Spiegelmessung
- Vitamin A aus Karotten, Süßkartoffeln
- Magnesium 200–400 mg abends
Was zusätzlich raus sollte
- Alkohol — öffnet Tight Junctions direkt; auch "ein Gläschen" bremst die Heilung
- Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel — füttern entzündungsfördernde Mikroben
- NSAIDs wie Ibuprofen, Diclofenac — schädigen die Darmschleimhaut messbar
- Emulgatoren in Fertigware (Carrageen, Polysorbat 80, CMC)
- Künstliche Süßstoffe (Sucralose, Aspartam, Saccharin) — verändern Mikrobiom ungünstig
- Glyphosatbelastung — bio kaufen wo möglich, vor allem bei Getreide
Die Kuhmilch-Frage
Die drei Hauptproteine in Kuhmilch wurden einzeln gemessen: Lactalbumin <0,35 (unauffällig), Lactoglobulin <0,35 (unauffällig), Kasein >100 (Stufe 6). Kasein ist in Käse, Quark, Joghurt, Skyr hoch konzentriert; in Frischmilch deutlich verdünnter. Schaf- und Ziegenmilch sind ebenfalls Stufe 6 (kasein-bedingt).
Mit aktivem Leaky Gut empfehle ich pragmatisch: in den ersten 2 Monaten (Reinigen + Wiederbesiedeln) auf alle tierischen Milchprodukte verzichten. Pflanzliche Alternativen reichen vollkommen. Ab Monat 3, wenn die Schleimhaut Bausteine bekommt, kannst du Frischmilch in kleinen Mengen testen — wenn der Bauch ruhig bleibt, ist sie ok.
Reexpositions-Protokoll
Ab Monat 3 ein Stufe-4-Lebensmittel pro Woche testen. Tag 1: kleine Portion (z.B. 1 EL Quinoa oder ½ TL Sesam). Tag 2: keine. Tag 3: doppelte Portion. Tag 4–6: keine, Symptome beobachten (Bauch, Stuhl, Haut, Energie, Stimmung, Schlaf). Wenn ruhig: das Lebensmittel ist verträglich, kann in Rotation. Wenn Symptome: 4 Wochen Pause, dann erneuter Versuch. Niemals zwei Lebensmittel gleichzeitig — du verlierst sonst die Information, woher die Reaktion kam.
Der Tracker
Tägliche Symptom- und Therapie-Erfassung. Daten werden lokal in deinem Browser gespeichert und sind beim Kontrolltermin nach Monat 6 sehr wertvoll. Patrick und seine Frau haben getrennte Daten.
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